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28. März 2017

Unique Schweizerisch!

In der zweiten Hälfte 2016 haben zwei Drittel der - in der Regel - 16 jährigen Jugendlichen in der Schweiz mit einer Berufslehre gestartet. Diese zeichnet sich durch einen zweigleisigen (dualen) Aufbau aus – die praktische Ausbildung im Lehrbetrieb und den theoretischen Teil in der Schule. 

Die Schweizer Wirtschaft bietet heute in etwa 230 verschiedenen Berufen Berufslehren an. Bei dieser Vielfalt können die Jugendlichen eine ihren Fähigkeiten entsprechende Berufslehre finden; vorausgesetzt sie sind aufgrund ihrer schulischen und persönlichen Entwicklung bereit und willens, im Lehrbetrieb von Beginn anzupacken und parallel dazu sich auch den Schulstoff anzueignen. 

Bedarfsorientierte Ausbildung
Den schweizerischen Betrieben steht es frei, ob und in welchen Bereichen ihres Tätigkeitsgebietes sie Lehrstellen anbieten wollen. Entscheiden sie sich für das Anbieten von Lehrstellen, tun sie dies entsprechend ihrem Bedarf.

Spezieller Schutz der Lehrlinge
Angesichts ihres Alters werden die Lehrlinge rechtlich speziell geschützt; in besonderem Masse bis zu ihrem 18. Geburtstag. Die Lehrbetriebe müssen die Lehrlinge und ihre erziehungsberechtigten Personen über die Arbeitsbedingungen, mögliche Gefahren sowie getroffenen Arbeitssicherheits- und Gesundheitsschutzmassnahmen informieren. Zudem gelten für die Lehrlinge spezielle Vorschriften betreffend die Arbeitszeiten (Tagesarbeitszeit, Abendarbeitszeit, Nachtarbeitszeit, tägliche Ruhezeiten, Sonntagarbeit, Überzeitarbeit). Darüber hinaus geniessen die Lehrlinge denselben Schutz wie die erwachsenen Arbeitnehmenden in der Schweiz (namentlich betreffend Pausen, wöchentlichen Höchstarbeitszeiten und Freitagen). Was die Ferien der Lehrlinge betrifft, müssen diese uneingeschränkt gewährt und auch bezogen werden. Der Lehrbetrieb darf den Zeitpunkt der Ferien festlegen, hat dabei jedoch auf die Interessen der Lehrlinge angemessen Rücksicht zu nehmen.

Fortlaufende inhaltliche Anpassungen
Im Rahmen der dualen Berufsbildung nehmen die Gewerbevereine und Berufsverbände eine zentrale Rolle ein. Sie tragen entscheidend zur fortwährenden Weiterentwicklung der betrieblichen und schulischen Inhalte der Berufsbildung an die sich ändernden Marktbedürfnisse bei. So bleibt die Berufsbildung auf dem neusten Stand, ein nicht genug hoch zu schätzender Wert für die schweizerische Volkswirtschaft!

Beste Chancen auf dem Markt
Nach erfolgreichem Lehrabschluss haben die ausgebildeten jungen Berufsleute, ausgerüstet mit der auf dem Markt gefragten beruflichen Erfahrung und entsprechendem Wissen, beste Chancen, eine Anstellung zu finden. Und nach Erwerb weiterer beruflicher Praxis steht ihnen ein breites Angebot an Weiterbildungsmöglichkeiten offen, sei es beispielsweise zum Meister, Abschluss einer Fachhochschule etc. 

All diese Elemente machen eine Berufslehre in der Schweiz attraktiv. Eine entsprechend grosse Anzahl Jugendlicher wählt diesen Weg. Dieser Umstand ist massgeblich dafür verantwortlich, dass die Schweiz bei den Jugendlichen und jungen Erwachsenen eine sehr tiefe Arbeitslosigkeit kennt. Die duale Berufsbildung stellt einen bedeutenden Pfeiler der schweizerischen Wirtschaft dar. Im Rahmen der sich abzeichnenden demografischen Engpässe wird das duale Bildungssystem noch bedeutsamer; die Schweiz ist im internationalen Vergleich hier gut gerüstet.

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