Führungspersönlichkeit entwickeln
Posted on: March 9th, 2010
Seit über zwei Jahrtausenden wird über Führung diskutiert, vor allem aber über die Qualitäten, die eine Führungspersönlichkeit auszeichnen. Der Bedarf an guten Führungskräften spielt mehr denn je in der Wirtschaft, Politik und Gesellschaft eine unverändert grosse Rolle. Beim Lesen von Stellenanzeigern für Führungskräfte fällt das breitgefächerte Anforderungsprofil auf. Gefordert werden: Führungsstärke, Belastbarkeit, Entscheidungskompetenz, Teamfähigkeit, Fach- und Sozialkompetenz, Fähigkeiten zu motivieren und kommunizieren, Setzen von Prioritäten, Flexibilität, interkulturelle Kompetenz, emotionale Intelligenz, Mehrsprachigkeit, Erfahrungen, Integrität – kurz: „die Führungspersönlichkeit“. Sind diese Anforderungen realistisch?
Was ist nun eine gute Führungskraft? Das weiss eigentlich niemand so genau, da jeder unter Führung etwas anderes versteht. Es kann durchaus sein, dass ein Vorgesetzter von seinem Abteilungsleiter Durchsetzungskraft verlangt, die Mitarbeiter hingegen Einfühlungsvermögen erwarten. Auch steigt mit der zunehmenden Individualisierung der Mitarbeiter und der wachsenden Dynamik der Marktveränderung der Druck auf „konventionelle“ Führungskräfte. Führungsthemen wie Ethik, Vorbildfunktion, kommunikatives und soziales Fingerspitzengefühl gewinnen an Bedeutung. Es entwickelt sich erfreulicherweise aus der bestehenden Führungskultur eine neue Generation von Führungskräften: Kader, die ein hohes Mass an Selbstverantwortung und Selbstvertrauen besitzen. Kader, die Veränderungen und Unsicherheiten des Marktes als Chance nutzen. Kader, die das Individuelle im Mitarbeiter fördern und nicht als Bedrohung erleben. Kader, das sich getraut jemanden einzustellen, der besser ist als sie selber. Kader, das ein Arbeitsklima des Vertrauens schafft, jedoch auch das Umfeld fordert.
Wie eignet man sich am Besten solche Eigenschaften an? Die Chance im wuchernden Markt der Management- und Führungstrends eine allgemeingültige Lösung zu finden, ist, nüchtern betrachtet, gering. Nebst beruflichem Fachwissen bleibt nichts anderes übrig, als an seiner Persönlichkeit zu arbeiten. Die Sicherheit, zukünftigen Herausforderungen und Veränderungen gewachsen zu sein, kann nur durch ein natürliches Mass an Selbstbewusstsein und persönlicher Kompetenz erlangt werden. Denn wahre Sicherheit kommt von innen nicht von aussen. Die effektivsten und in der Regel erfolgreichsten Führungskräfte stehen zu sich und gehen unbeirrt ihren Weg. Sie vertrauen in ihre Fähigkeiten, welche auf integriertem Wissen und Erfahrungen basieren. Ein Teil des Wissens lässt sich in Bibliotheken und Schulen aneignen. Wahre Führungserfahrung hingegen stellt sich ein, wenn Situationen durchlebt werden, vor denen sich andere scheuen. Überstandene Stresssituationen und Bewährungsproben, erlebte Erfolge und der Glaube verändern zu können, sind die besten Bausteine für eine erfolgreiche Führungskraft.
Immer mehr Firmen erkennen den Nutzen einer gezielten Investition in die Weiterbildung ihrer Kader. Die Führungskräfte werden gestärkt, indem der Mensch auch in der Entwicklung seiner Persönlichkeit gefördert wird. Mit professionellen Führungscoaches werden Führungskräfte individuell begleitet und gefördert. Sie unterstützen die Führungskräfte, das eigene Potential wahrzunehmen und vermehrt bei sich und im Unternehmen zu entfalten. Wie lässt sich nun ein guter Führungscoach finden? Eine wichtige Voraussetzung für einen qualifizierten Coach ist die selbst erlebte Führungserfahrung. Sind doch im Sport erfolgreiche Coaches oft Spieler gewesen, die den Erfolgsdruck in entscheidenden Momenten selber gespürt haben.
Führungskräfte des neuen Jahrtausends wissen, dass der Unternehmenserfolg direkt mit ihrem ganz persönlichen Erfolg als Führungskraft zusammenhängt. Unternehmer des neuen Jahrtausends wissen, dass die persönliche Weiterbildung ihrer Führungskräfte die Attraktivität als Arbeitgeber erhöht. Ein nicht zu unterschätzender Vorteil auf dem Markt der Führungspersönlichkeiten.
Erich Estermann – Visius GmbH
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